Warum Brustgeschirr ?
Mensch, denk nach...
Mehr als achtzig Prozent aller Hunde leiden an schmerzhaften Rückenproblemen. Der schwedische Hundeexperte Anders Hallgren widmete diesem Thema sogar ein Buch. Er untersuchte hunderte von Hunden und kam zu einem besorgniserregenden Ergebnis.
Dass Rückenschmerzen auch die Ursache vieler Verhaltensprobleme, vor allem von Aggressionen, sein können, liegt für Anders Hallgren auf der Hand. Ebenso gilt heute als erwiesen, dass ein sehr enger Zusammenhang zwischen gesundheitsschädigenden Halsungen sowie Trainingsmethoden und späterer Schädigung von Halswirbelsäule, Rücken und Kehlkopf besteht. Und sogar Kopfschmerzen führt Hallgren auf ungeeignete Halsungen zurück !
Leider begegnet man trotzdem noch immer vielen Hunden und sogar Welpen, die an Würgebändern "geführt" werden. Bedenkt man, dass jeder abrupte Halt, jedes Hineinlaufen in die Leine, jede Unaufmerksamkeit des Hundes einen mehr oder weniger heftigen Ruck am Hals zur Folge hat, verwundert es nicht, dass solche Hunde irgendwann mit schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates zu kämpfen haben.
Trotzdem werden Kettenwürger, Zug-Stoppbänder und ähnliches nach wie vor angepriesen, um Hunden "das an der Leine ziehen" abzugewöhnen. In Wahrheit hat die Verwendung von Halsbändern gar keinen Einfluß auf die Leinenführigkeit des Hunden. Ganz im Gegenteil. Ein Hund zieht ja nicht deshalb an der Leine, weil er ein Halsband oder ein Brustgeschirr trägt, sondern weil er es nicht anders gelernt hat.
Kommen zu gesundheitsschädigenden Halsungen dann noch veraltete Ausbildungsmethoden wie etwa Leinenruck hinzu, um das "Bei Fuß gehen" zu erlernen, werden solche Hunde bald zu Schmerzpatienten. Weitaus schonender und vor allem für empfindliche Welpen, Junghunde oder an der Leine ziehende Hunde, ist ein gut sitzendes Brustgeschirr, oder zumindest ein breites Halsband. Es nimmt den schädigenden Druck von Halswirbelsäule und Kehlkopf und führt zu einer sichtlichen Entspannung des Hundes.
Vorsicht allerdings bei den vielen angebotenen Brustgeschirren. Nicht jedes Brustgeschirr verdient diesen Namen. Es gibt leider auch Geschirre im Handel, die als "Bei Fuß Trainer", "Lupi" oder ähnlich bezeichnet werden und Bänder unter den Achseln der Vorderläufe hindurchführen. Zieht der Hund an der Leine, spannen sich diese Bänder und fügen dem Hund Schmerzen zu. Bei vielen (vor allem langhaarigen) Hunden haben solche Geschirre bereits arge Wunden verursacht, die anfangs aufgrund des dichten Haarkleides nicht entdeckt wurden. Deshalb Hände weg !
Aber wie sollte es denn nun sein, das IDEALE Geschirr ?
Hier die gängigsten Geschirrvarianten grob zusammengefasst !
Das Y Geschirr ( Das Meistverbreiteste)
Ein Brustgeschirr sollte mehrfach verstellbar sein und das Material von weicher aber hochwertiger Qualität.Gerade Ledergeschirre dürfen nicht starr sein, sondern sollten sich anschmiegen. Beachten Sie vor Allem die Qualität der Verschlüsse und die Verarbeitung an den Nähten.
Es gibt mittlerweile sehr viele Variationen von Geschirren. Hier ist darauf zu achten, dass der Hund sich nicht von selbst aus dem Geschirr befreien kann. Gerade sehr ängstliche Hunde, die einmal unverhofft rückwärts zerren könnten, müssen gut gesichert sein. Hier empfehlen wir die üblichen Geschirre welche einmal um den Hals gehen und am Bauch geschlossen werden . Geschirre wie z.B. das "Step in" oder die so genannten "Norwegergeschirre" sind für ängstliche und panische Hunde nicht geeignet. Im Zweifelsfall und bei besonders panischen Hunden wird der Hund über ein Halsband mit Zusatzleine nochmals zum Geschirr gesichert.
Das wohl gängigste Geschirr ist das Y-Geschirr. Es ist am idealsten geschnitten, da es bei einer Panikattacke dem Hund fast unmöglich macht, aus dem Geschirr zu schlüpfen. Im Idealfall lässt es sich mehrfach verstellen und mit zwei Schnallen bzw. Klickverschlüsse schließen. Der Rückensteg kann in Notsituationen als Griff zum festhalten genutz werden.
Bitte achten Sie in erster Linie auf Qualität und nicht auf den Preis. Wer billig kauft, kauft zweimal und riskiert evtl. sogar die Gesundheit seines Hundes.
Die Y-Geschirre der Firma Together bieten wir auch in unserem S H O P zum Kauf an.
Das Norwegergeschirr
Das Norwegergeschirr
Gehört Ihr Hund zu der eher ruhigeren Sorte, sind "Norwegergeschirre" natürlich kein Problem.Sie werden einfach über den Kopf gestreift und mittels eines Bauchriemen verschlossen. Mittlerweile nennt man sie auch "Hetzgeschirr" oder "Powergeschirr" und man bekommt sie in verschiedenen Ausführungen. Je nach Gebrauch und Geschmack.
Sie verteilen den Druck hauptsächlich auf die Brust des Hundes und zeichnen sich meist durch einen Haltegriff am Rücken aus. Oftmals sind sie an den Auflagepunkten dick gepolstert, was gerade kurzhaarigen Hunden zu Gute kommt.
Das "Step in" Geschirr
Das "Step in" Geschirr
Beim "Step in" Geschirr sollte der Hund sich gerne anfassen lassen. Dieses Geschirr lässt sich nicht ganz so schnell anziehen. Das Gute ist, besonders bei kopfscheuen Hunden, dass man nichts über den Kopf oder den Hals ziehen muss. Das System wird wie eine "Hose" über die Vorderbeine des Tieres gestreift und am Widerrist mit einem Streckclip verschlossen. Jedoch muss das Geschirr unbedingt passen und darf nicht an den Achseln scheuern. Gerade bei Hunden mit tiefer Brust wie z.B. dem Dobermann, könnte es Probleme geben.
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